KüfA - Küche für Alle

KüfAs (auch Voküs - Volxküchen genannt) sind Orte, an denen warme Mahlzeiten für wenig oder kein Geld angeboten werden, so dass es sich möglichst alle Menschen, egal wieviel sie besitzen, leisten können und um dem kapitalistischen Konsumzwang ein solidarisch-kooperatives Miteinander entgegen zu setzen. Meistens finden sich KüfAs in Projekten mit emanzipatorischem Anspruch oder bei verschiedenen politischen oder subkulturellen Veranstaltungen. Bei den meisten KüfAs ist es auch für Menschen, die überhaupt kein Geld haben, möglich eine Mahlzeit umsonst zu bekommen. Teilweise kann mensch auch selbst bestimmen, wieviel er bezahlen will.

Je nach Anspruch achten KüfAs mal mehr mal weniger darauf biologische, ökologische, regionale oder saisonale Produkte einzukaufen. Oft wird auch versucht Lebensmittel weitestgehend entgegen der kapitalistischen Verwertungslogik zu organisieren. Das heißt die Lebensmittel werden geschnorrt, containert oder anderweitig möglichst billig oder umsonst organisiert.
Die meisten KüfAs achten darauf, dass nur Gerichte gekocht werden, die jede_r essen kann oder aus antispeziezistischen, moralischen, ethischen oder anderen Gründen essen will, deshelb werden meist ausschließlich vegane oder vegetarische Gerichte gekocht.
Die KüfA ist weder eine Dienstleistung noch eine wohltätige Einrichtung. Jede und jeder kann und soll sich in eigenem Ermessen und je nach Möglichkeit und Interesse an der Organisierung der Lebensmittel, beim Kochen, Essen ausgeben oder Abwasch beteiligen.

Die Bezeichnung KüfA ersetzt die am häufigsten benutzte Bezeichnung Vokü (Volxküche), um sich vom umstrittenen Begriff des Volkes abzugrenzen. Eine weitere Variante ist die Bezeichnung SoliKü, die den Aspekt der Solidarität mit anderen Projekten, Aktionen und Gruppen hervorhebt.

Als Ergänzung zur KüfA bietet sich eine Food-Coop an, die oft ähnliche Ziele verfolgt.